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Kapital killt Klima

20. Mai 2020 Entfällt

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Tomasz Konicz

Die globale Entfaltung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung und ihr Fortbestand ist gekoppelt an eine exponentiell steigende Ausbeutung aller Ressourcen. Das unbestreitbare Ergebnis dieser Wirtschaftsweise ist eine planetarische, ökologische Notlage, die allein durch Symbolpolitik, „Shame – Kampagnen“, individuelle Konsumveränderung oder folgenlose Ausrufung des Klimanotstandes nicht gelöst werden kann. Wer Klima und Menschheit retten will, muss an den Wurzeln ansetzen. Die kapitalistische Wirtschaft ist aufgrund der ihr innewohnenden, zunehmenden Widersprüche nicht in der Lage, die drohende Katastrophe abzuwenden.

Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein und MASCH-Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Klima – Umbruch: Das ändert alles

15. April 2020  Entfällt

Mittwoch, 19.30

Ein Ersatztermin wird gesucht!

Dozent:  Dr. Annette Schlemm

Die Folgen des Klima – Umbruchs sind unübersehbar: Heiße Sommer, verheerende Waldbrände, Wetterextreme; diese Aufzählung bleibt unvollständig. Haben wir die „globalen Grenzen“ der Naturzerstörung bereits überschritten? Die Lage ist ernst. Wir sind als Menschheit gerade dabei, eine sichere Zone von Umweltbedingungen zu verlassen, die uns 11000 Jahre in unserer Entwicklung getragen und unterstützt hat. Erdgeschichtlich wird wird dieses temperaturstabile Zeitalter Holozän genannt. Die intenationale Wissenschaft konstatiert das Ende dieser erdgeschichtlichen Epoche, es findet der Übergang in eine Anthropozän zu nennende statt. Das Neue daran ist, dass die Wirtschaftsweise der Menschheit verantwortlich ist für Tempo und Tiefe der Veränderungen und Zerstörungen der natürlichen Lebensgrundlagen der Gattung.

Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein und MASCH – Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Einführendes zu Materialismus und Dialektik bei Marx und Engels

18. März 2020

Mittwoch, 19.30

Dozent: Prof. Richard Sorg

Zur Theoriebasis von Marx und Engels gehören deren materialistische Sicht der Welt, der Natur wie der Gesellschaft. Zugleich haben sie den Materialismus Feuerbachs, von dem sie ausgegangen waren, später als unzureichend betrachtet, als zu wenig mit der menschlich – gesellschaftlichen Praxis verknüpft, als zu „mechanisch“. Darum haben sie, vom „idealistischen“ Hegel lernend, die bei Feuerbach vermisste Praxisseite philosophisch in Gestalt der Dialektik zum zentralen Merkmal ihres Theorieanstzes gemacht. – Beide Seiten ihres dann dialektischen Materialismus oder ihrer materialistischen Dialektik sollen philosophisch auch unter der historischen Entwicklung, wenn auch im Zeitraffer, kurz verfolgt werden.

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Was können wir von Karl Marx lernen? Zum Theorieansatz und zur Methode von Marx

19. Februar 2020

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Prof. Richard Sorg

Karl Marx erging es wie seinem Dialektik- “Lehrer“ Hegel, der gleichfalls in der Geschichte immer wieder mal als „toter Hund“ betrachtet wurde. Auch im Jubiläumsjahr 2018 wurde im Urteil der „Leitmedien“ Marx als nur mehr historische Figur des 19. Jahrhunderts abgeheftet – von seinen und Engels bereits 1848 im Kommunistischen Manifest gemachten „prophetischen“ Aussagen zur Globalisierung mal abgesehen. Da diese Weltansicht aber etwas mit seinem Theorieansatz zu tun hatte, lohnt es, sich nochmal diese Theoriebasis genauer anzusehen, deren Ausgangspunkt die Kritik war, die wissenschaftlich fundierte, historisch – ökonomisch – politische Kritik der bestehenden Zustände.

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Syrien, Lybien, Venezuela – Grenzen des Regime-Change

19. Juni 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Rüdiger Rauls

Nach dem Niedergang der UdSSR war das westliche Modell der neoliberalen Marktwirtschaft zum dominanten System weltweit geworden. Stellten sich Staaten den Vorstellungen des Westens über eine Neuordnung der Welt entgegen, wurden sie mit Sanktionen belegt, oder die Neuordnung wurde durch sog. „Farbrevolutionen“ durchgesetzt. Wenn der Widerstand gegen die Unterwerfung so nicht gebrochen werden konnte, kamen durch die US-geführte NATO militärische Mittel zum Einsatz.
Spätestens aber seit dem Syrienkrieg zeigt sich, dass die Durchsetzung eines Regime- Change mit militärischen Mitteln verfehlt werden kann. In Venezuela geraten die Pläne zur Einsetzung des selbsternannten Präsidenten Guaido ins Stocken. Afghanistan und Libyen scheinen auf dem Weg zu alten Verhältnisse, die vor den NATOInterventionen geherrscht hatten. Warum stößt der mit militärischen Mitteln erzwungene Regime-Change nun zunehmend an seine Grenzen?

Marx-Engels-Stiftung und MASCH – Wedel

 

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Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts

18. September 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:   Dr.W. Rügemer

Neue Finanzakteure haben nach der Finanzkrise die bisherigen Großbanken abgelöst. Hinzugekommen sind Private-Equity-Fonds, Wagniskapital-Investoren und Investmentbanken. Mit Digital-Giganten wie Amazon, Facebook, Google, Mikrosoft, Apple und Uber haben die neuen Finanzakteure schon vor Trumps „Amerika First“ die US-Dominanz in der EU verstärkt. Die neue Ökonomie dringt in die feinsten Poren des Alltagslebens von Milliarden Menschen ein. Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts verstecken ihre Eigentumsrechte in vier Dutzend Finanzoasen und fördern rechtspopulistische Politik.
Dabei stützen sie sich auf eine zivile, transatlantische Privatarmee von Beratern und kooperieren in Silicon-Valley-Tradition mit Militär und Geheimdiensten.
Der westliche Kapitalismus wendet sich aggressiv gegen China, das weltweit einer alternativen Logik folgt.

Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein und MASCH

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Mietenwahnsinn Ursachen und Alternativen

16. Oktober 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Michael Joho

In den letzten Jahren hat sich die Lage auf dem sogenannten Wohnungsmarkt als wichtigste soziale Frage herauskristallisiert. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und der goloppierende Mietenwahnsinn machen den Menschen das Leben vor allem in den großen Städten schwer.
Vorrangig am Beispiel der Metropole Hamburg sollen die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung beleuchtet werden, aber natürlich geht es auch um die möglichen Alternativen, wie sie von den Mietervereinen, der Recht-auf-Stadt-Bewegung und der Linken eingefordert werden.

Michael Joho ist aktiv in verschiedenen Hamburger Stadtteilbewegungen und wissenschaftlicher Referent der Bürgerschaftsabgeordneten Heike Sudmann (Die Linke)

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Die EU im Handelskrieg

20. November 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Jörg Kronauer

Handelskriege prägen die internationale Politik, seit die US-Regierung im Frühjahr 2018 die ersten Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium verhängt hat.
Betroffen davon ist auch die EU. Seitdem nehmen auch in Deutschland die Klagen über Protektionismus in der globalen Wirtschaft zu.
Dabei leistet sich die Eu ihrerseits ein gerüttelt Maß an Protektionismus, vor allem gegenüber China, Afrika, aber auch gegen über den USA.
Von ihren öffentlich gepriesenen Freihandelsidealen ist sie selbst weit entfernt.

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Die Flüchtlingsmacher – Wie Fluchtursachen geschaffen werden.

20. Februar 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Dr. Marianna Schauzu

Europa hat es noch immer nicht verstanden: Afrika möchte als gleichberechtigter Partrner und nicht als Opfer behandelt werden. Freihandelsabkommen mit den Ländern Afrikas sind scheinheilige Projekte. Sie dienen dazu, Afrika mit subventionierten, billigen Produkten der reichen EULänder zu überschwemmen und lassen der lokalen Wirtschaft keine Chance. Der inzwischen unterzeichnete UN-Migrationspakt bedeutet für die westlichen Industriestaaten den Gewinn motivierter, billiger Arbeitskräfte, für Afrika jedoch, eine Subventionierung des Nordens durch den Süden. Im Gegensatz dazu ist Chinas Politik auf eine nachhaltige Entwicklung Afrikas ausgerichtet.

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Von der Wirtschaftskrise über Wirtschaftskriege zum 3. Weltkrieg?

20. März 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent: Dr. Manfred Sohn

Die Wirtschaftsnachrichten in den kapitalistischen Industrieländern verbreiten dunkle Ahnungen eines nächsten Krisenschubs. Sie bereiten die Menschen auf die nächste Rezession vor – vor allem aber darauf, dass die Notenbanken und Staatshaushalte, die 2008 das Schlimmste noch einmal abgewendet hatten, ihr Pulver nun verschossen haben. Gleichzeitig – und damit zusammenhängend – forcieren die USA ihren Wirtschaftskrieg gegen China. Und schließlich haben sich alle NATO-Staaten, Deutschland eingeschlossen, zu einem rasanten Aufrüstungskurs verpflichtet. Braut sich eine unabwendbare Kaskade von Wirtschaftskrise über Wirtschaftskrieg zum 3.Weltkrieg zusammen? Was steht uns bevor und wie können wir darauf reagieren?

 

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