Syrien, Lybien, Venezuela – Grenzen des Regime-Change

19. Juni 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Rüdiger Rauls

Nach dem Niedergang der UdSSR war das westliche Modell der neoliberalen Marktwirtschaft zum dominanten System weltweit geworden. Stellten sich Staaten den Vorstellungen des Westens über eine Neuordnung der Welt entgegen, wurden sie mit Sanktionen belegt, oder die Neuordnung wurde durch sog. „Farbrevolutionen“ durchgesetzt. Wenn der Widerstand gegen die Unterwerfung so nicht gebrochen werden konnte, kamen durch die US-geführte NATO militärische Mittel zum Einsatz.
Spätestens aber seit dem Syrienkrieg zeigt sich, dass die Durchsetzung eines Regime- Change mit militärischen Mitteln verfehlt werden kann. In Venezuela geraten die Pläne zur Einsetzung des selbsternannten Präsidenten Guaido ins Stocken. Afghanistan und Libyen scheinen auf dem Weg zu alten Verhältnisse, die vor den NATOInterventionen geherrscht hatten. Warum stößt der mit militärischen Mitteln erzwungene Regime-Change nun zunehmend an seine Grenzen?

Marx-Engels-Stiftung und MASCH – Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts

18. September 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:   Dr.W. Rügemer

Neue Finanzakteure haben nach der Finanzkrise die bisherigen Großbanken abgelöst. Hinzugekommen sind Private-Equity-Fonds, Wagniskapital-Investoren und Investmentbanken. Mit Digital-Giganten wie Amazon, Facebook, Google, Mikrosoft, Apple und Uber haben die neuen Finanzakteure schon vor Trumps „Amerika First“ die US-Dominanz in der EU verstärkt. Die neue Ökonomie dringt in die feinsten Poren des Alltagslebens von Milliarden Menschen ein. Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts verstecken ihre Eigentumsrechte in vier Dutzend Finanzoasen und fördern rechtspopulistische Politik.
Dabei stützen sie sich auf eine zivile, transatlantische Privatarmee von Beratern und kooperieren in Silicon-Valley-Tradition mit Militär und Geheimdiensten.
Der westliche Kapitalismus wendet sich aggressiv gegen China, das weltweit einer alternativen Logik folgt.

Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein und MASCH

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Mietenwahnsinn Ursachen und Alternativen

16. Oktober 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Michael Joho

In den letzten Jahren hat sich die Lage auf dem sogenannten Wohnungsmarkt als wichtigste soziale Frage herauskristallisiert. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und der goloppierende Mietenwahnsinn machen den Menschen das Leben vor allem in den großen Städten schwer.
Vorrangig am Beispiel der Metropole Hamburg sollen die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung beleuchtet werden, aber natürlich geht es auch um die möglichen Alternativen, wie sie von den Mietervereinen, der Recht-auf-Stadt-Bewegung und der Linken eingefordert werden.

Michael Joho ist aktiv in verschiedenen Hamburger Stadtteilbewegungen und wissenschaftlicher Referent der Bürgerschaftsabgeordneten Heike Sudmann (Die Linke)

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Die EU im Handelskrieg

20. November 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Jörg Kronauer

Handelskriege prägen die internationale Politik, seit die US-Regierung im Frühjahr 2018 die ersten Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium verhängt hat.
Betroffen davon ist auch die EU. Seitdem nehmen auch in Deutschland die Klagen über Protektionismus in der globalen Wirtschaft zu.
Dabei leistet sich die Eu ihrerseits ein gerüttelt Maß an Protektionismus, vor allem gegenüber China, Afrika, aber auch gegen über den USA.
Von ihren öffentlich gepriesenen Freihandelsidealen ist sie selbst weit entfernt.

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