Klima – Umbruch: Das ändert alles

15. April 2020  Entfällt

Mittwoch, 19.30

Ein Ersatztermin wird gesucht!

Dozent:  Dr. Annette Schlemm

Die Folgen des Klima – Umbruchs sind unübersehbar: Heiße Sommer, verheerende Waldbrände, Wetterextreme; diese Aufzählung bleibt unvollständig. Haben wir die „globalen Grenzen“ der Naturzerstörung bereits überschritten? Die Lage ist ernst. Wir sind als Menschheit gerade dabei, eine sichere Zone von Umweltbedingungen zu verlassen, die uns 11000 Jahre in unserer Entwicklung getragen und unterstützt hat. Erdgeschichtlich wird wird dieses temperaturstabile Zeitalter Holozän genannt. Die intenationale Wissenschaft konstatiert das Ende dieser erdgeschichtlichen Epoche, es findet der Übergang in eine Anthropozän zu nennende statt. Das Neue daran ist, dass die Wirtschaftsweise der Menschheit verantwortlich ist für Tempo und Tiefe der Veränderungen und Zerstörungen der natürlichen Lebensgrundlagen der Gattung.

Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein und MASCH – Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Syrien, Lybien, Venezuela – Grenzen des Regime-Change

19. Juni 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Rüdiger Rauls

Nach dem Niedergang der UdSSR war das westliche Modell der neoliberalen Marktwirtschaft zum dominanten System weltweit geworden. Stellten sich Staaten den Vorstellungen des Westens über eine Neuordnung der Welt entgegen, wurden sie mit Sanktionen belegt, oder die Neuordnung wurde durch sog. „Farbrevolutionen“ durchgesetzt. Wenn der Widerstand gegen die Unterwerfung so nicht gebrochen werden konnte, kamen durch die US-geführte NATO militärische Mittel zum Einsatz.
Spätestens aber seit dem Syrienkrieg zeigt sich, dass die Durchsetzung eines Regime- Change mit militärischen Mitteln verfehlt werden kann. In Venezuela geraten die Pläne zur Einsetzung des selbsternannten Präsidenten Guaido ins Stocken. Afghanistan und Libyen scheinen auf dem Weg zu alten Verhältnisse, die vor den NATOInterventionen geherrscht hatten. Warum stößt der mit militärischen Mitteln erzwungene Regime-Change nun zunehmend an seine Grenzen?

Marx-Engels-Stiftung und MASCH – Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts

18. September 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:   Dr.W. Rügemer

Neue Finanzakteure haben nach der Finanzkrise die bisherigen Großbanken abgelöst. Hinzugekommen sind Private-Equity-Fonds, Wagniskapital-Investoren und Investmentbanken. Mit Digital-Giganten wie Amazon, Facebook, Google, Mikrosoft, Apple und Uber haben die neuen Finanzakteure schon vor Trumps „Amerika First“ die US-Dominanz in der EU verstärkt. Die neue Ökonomie dringt in die feinsten Poren des Alltagslebens von Milliarden Menschen ein. Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts verstecken ihre Eigentumsrechte in vier Dutzend Finanzoasen und fördern rechtspopulistische Politik.
Dabei stützen sie sich auf eine zivile, transatlantische Privatarmee von Beratern und kooperieren in Silicon-Valley-Tradition mit Militär und Geheimdiensten.
Der westliche Kapitalismus wendet sich aggressiv gegen China, das weltweit einer alternativen Logik folgt.

Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein und MASCH

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Mietenwahnsinn Ursachen und Alternativen

16. Oktober 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Michael Joho

In den letzten Jahren hat sich die Lage auf dem sogenannten Wohnungsmarkt als wichtigste soziale Frage herauskristallisiert. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und der goloppierende Mietenwahnsinn machen den Menschen das Leben vor allem in den großen Städten schwer.
Vorrangig am Beispiel der Metropole Hamburg sollen die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung beleuchtet werden, aber natürlich geht es auch um die möglichen Alternativen, wie sie von den Mietervereinen, der Recht-auf-Stadt-Bewegung und der Linken eingefordert werden.

Michael Joho ist aktiv in verschiedenen Hamburger Stadtteilbewegungen und wissenschaftlicher Referent der Bürgerschaftsabgeordneten Heike Sudmann (Die Linke)

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Die EU im Handelskrieg

20. November 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Jörg Kronauer

Handelskriege prägen die internationale Politik, seit die US-Regierung im Frühjahr 2018 die ersten Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium verhängt hat.
Betroffen davon ist auch die EU. Seitdem nehmen auch in Deutschland die Klagen über Protektionismus in der globalen Wirtschaft zu.
Dabei leistet sich die Eu ihrerseits ein gerüttelt Maß an Protektionismus, vor allem gegenüber China, Afrika, aber auch gegen über den USA.
Von ihren öffentlich gepriesenen Freihandelsidealen ist sie selbst weit entfernt.

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Die Flüchtlingsmacher – Wie Fluchtursachen geschaffen werden.

20. Februar 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Dr. Marianna Schauzu

Europa hat es noch immer nicht verstanden: Afrika möchte als gleichberechtigter Partrner und nicht als Opfer behandelt werden. Freihandelsabkommen mit den Ländern Afrikas sind scheinheilige Projekte. Sie dienen dazu, Afrika mit subventionierten, billigen Produkten der reichen EULänder zu überschwemmen und lassen der lokalen Wirtschaft keine Chance. Der inzwischen unterzeichnete UN-Migrationspakt bedeutet für die westlichen Industriestaaten den Gewinn motivierter, billiger Arbeitskräfte, für Afrika jedoch, eine Subventionierung des Nordens durch den Süden. Im Gegensatz dazu ist Chinas Politik auf eine nachhaltige Entwicklung Afrikas ausgerichtet.

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Von der Wirtschaftskrise über Wirtschaftskriege zum 3. Weltkrieg?

20. März 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent: Dr. Manfred Sohn

Die Wirtschaftsnachrichten in den kapitalistischen Industrieländern verbreiten dunkle Ahnungen eines nächsten Krisenschubs. Sie bereiten die Menschen auf die nächste Rezession vor – vor allem aber darauf, dass die Notenbanken und Staatshaushalte, die 2008 das Schlimmste noch einmal abgewendet hatten, ihr Pulver nun verschossen haben. Gleichzeitig – und damit zusammenhängend – forcieren die USA ihren Wirtschaftskrieg gegen China. Und schließlich haben sich alle NATO-Staaten, Deutschland eingeschlossen, zu einem rasanten Aufrüstungskurs verpflichtet. Braut sich eine unabwendbare Kaskade von Wirtschaftskrise über Wirtschaftskrieg zum 3.Weltkrieg zusammen? Was steht uns bevor und wie können wir darauf reagieren?

 

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Die These vom Absterben des Staates. Nation und Staat bei Domenico Losurdo.

17. April 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Andreas Wehr

„Das Proletariat ergreift die Staatsgewalt und verwandelt die Produktionsmittel zunächst in Staatseigentum. Und damit hebt es sich selbst als Proletariat, damit hebt es alle Klassenunterschiede und Klassengegensätze auf, und damit auch den Staat als Staat. Der Staat wird nicht abgeschafft, er stirbt ab.“ Dieses allgemeingehaltene, zusammenfassende Zitat von Friedrich Engels aus dem „Antidüring“ hat die marxistische Diskussion über die Rolle des Staates geprägt. Der italienische, marxistische Philosoph Domenico Losurdo hat verschiedene Aspekte und Aussagen von Hegel, Marx und Engels, Lenin und Gramsci zur Rolle des Staates in Betracht gezogen und zu einer Konkretisierung beigetragen.

 

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Vorstellung des Dokumentarfilmes: „In Kiel ist Revolution!“

15. Mai 2019

Mittwoch, 19.30

Klaus Kuhl und Kay Gerdes haben diesen Film über den Kieler Matrosenaufstand von 1918 gedreht.

Dozent:  Klaus Kuhl

Dieser Film beleuchtet detailiert die Ereignisse an der Förde im November 1918 und stellt sie in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang. Verwendet wird historisches Film- und Bildmaterial, Aufnahmen der Originalschauplätze, Interviews aus den 1970er und 80er Jahren mit Zeitzeugen der Ereignisse (darunter auch mit Lothar Popp, einem der Anführer der Bewegung von 1918) und Erläuterungen durch den Historiker, Friedensforscher und Noske-Biografen Prof. Wolfram Wette. Die revolutionären Ereignisse in Kiel werden aus damaliger und heutiger Sicht dargestellt.

Die Filmmusik hat Gerhard Folkerts komponiert. Synchronsprecher ist der Schauspieler Rolf Becker.

 

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Warum wählen Arbeiter die AFD?

21. November 2018

Mittwoch, 19.30

Vorbild USA und Einfluss in der EU

Dozent: Dr. Werner Seppmann

Innerhalb weniger Jahre ist die zwischen Rechtspopulismus und Neofaschismus schwankende „Alternative für Deutschland“ zu einem politischen Faktor geworden. Mittlerweile dürfte sie die SPD als zweitstärkste politische Kraft abgelöst haben.

Hinter ihrer Fahne versammeln sich verunsicherte „Mittelständler“, nationalkonservative Ideologen – aber auch die Opfer der sogenannten „Arbeitsmarktreformen“: Die Arbeitslosen und Prekarisierten. Mittlerweile kann die AfD erste Erfolge in den Betrieben verbuchen und 15 Prozent ihrer Wähler bei der Bundestagswahlen waren gewerkschaftlich organisiert. Wie müssen linke Gegenstrategien aussehen?

Rosa Luxemburg Stiftung
Schleswig-Holstein
und Masch-Wedel

 

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