Die Flüchtlingsmacher – Wie Fluchtursachen geschaffen werden.

20. Februar 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Dr. Marianna Schauzu

Europa hat es noch immer nicht verstanden: Afrika möchte als gleichberechtigter Partrner und nicht als Opfer behandelt werden. Freihandelsabkommen mit den Ländern Afrikas sind scheinheilige Projekte. Sie dienen dazu, Afrika mit subventionierten, billigen Produkten der reichen EULänder zu überschwemmen und lassen der lokalen Wirtschaft keine Chance. Der inzwischen unterzeichnete UN-Migrationspakt bedeutet für die westlichen Industriestaaten den Gewinn motivierter, billiger Arbeitskräfte, für Afrika jedoch, eine Subventionierung des Nordens durch den Süden. Im Gegensatz dazu ist Chinas Politik auf eine nachhaltige Entwicklung Afrikas ausgerichtet.

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Von der Wirtschaftskrise über Wirtschaftskriege zum 3. Weltkrieg?

20. März 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent: Dr. Manfred Sohn

Die Wirtschaftsnachrichten in den kapitalistischen Industrieländern verbreiten dunkle Ahnungen eines nächsten Krisenschubs. Sie bereiten die Menschen auf die nächste Rezession vor – vor allem aber darauf, dass die Notenbanken und Staatshaushalte, die 2008 das Schlimmste noch einmal abgewendet hatten, ihr Pulver nun verschossen haben. Gleichzeitig – und damit zusammenhängend – forcieren die USA ihren Wirtschaftskrieg gegen China. Und schließlich haben sich alle NATO-Staaten, Deutschland eingeschlossen, zu einem rasanten Aufrüstungskurs verpflichtet. Braut sich eine unabwendbare Kaskade von Wirtschaftskrise über Wirtschaftskrieg zum 3.Weltkrieg zusammen? Was steht uns bevor und wie können wir darauf reagieren?

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Warum wählen Arbeiter die AFD?

21. November 2018

Mittwoch, 19.30

Vorbild USA und Einfluss in der EU

Dozent: Dr. Werner Seppmann

Innerhalb weniger Jahre ist die zwischen Rechtspopulismus und Neofaschismus schwankende „Alternative für Deutschland“ zu einem politischen Faktor geworden. Mittlerweile dürfte sie die SPD als zweitstärkste politische Kraft abgelöst haben.

Hinter ihrer Fahne versammeln sich verunsicherte „Mittelständler“, nationalkonservative Ideologen – aber auch die Opfer der sogenannten „Arbeitsmarktreformen“: Die Arbeitslosen und Prekarisierten. Mittlerweile kann die AfD erste Erfolge in den Betrieben verbuchen und 15 Prozent ihrer Wähler bei der Bundestagswahlen waren gewerkschaftlich organisiert. Wie müssen linke Gegenstrategien aussehen?

Rosa Luxemburg Stiftung
Schleswig-Holstein
und Masch-Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

So wird Geld verdient

17. Oktober 2018

Mittwoch, 19.30

Rolf Becker liest Texte über „Geld“

Dozent:  Rolf Becker Schauspieler

Was er zusammengetragen hat an Texten über die Machenschaften des entfesselten Geldes, von der Antike bis in die Jetztzeit, das kann sich hören lassen. Und es ist etwas Besonderes. Das besondere steckt im Detail, nämlich, dass einer, der sich empört, Texte aus der Zeit von 400 vor unserer Zeitrechnung vorträgt und sich das anhört, als hätte es gestern in der Zeitung gestanden. Normalerweise findet man schon Texte aus dem vorigen Jahrhundert altertümlich.

Ich weiß nicht wie es Rolf Becker gemacht hat, aber er zitiert Goethe und es ist nicht blumig, er zitiert Aristophanes und es hört sich nicht antik an, selbst die Bibel klingt nicht religiös und Marx nicht kompliziert. Scheinbar haben, wenn es um Geld ging, schon immer alle die gleiche Sprache gesprochen, vielleicht hat das Geld schon immer die gleiche Wirkung gehabt?

Tatsache ist, was Rolf Becker unter dem Motto: „So wird Geld verdient“ als Literarischen Streifzug durch die Geschichte der Ökonomie bezeichnet, ist ein amüsantes Greuelpanoptikum, man wusste es längst, aber man konnte es sich bis dato nicht wirklich vorstellen, Rolf Becker hat es einem super gut nahe gebracht.

Geld – man hat etwas begriffen darüber und das ohne das umfangreiche Sachbuch eines Politökonomen gelesen zu haben. Das vermag Literatur, und auch das zeigt uns Rolf Becker, nicht sie allein, es braucht jemanden, der ihren Worten Leben gibt, ihr körperlichen Ausdruck verleiht, gut und eindrucksvoll vorträgt. Das ist gelungen.

Ich weiß nicht, warum das so ist, aber das Gehirn freut sich, wenn es gute Sachen zu hören, zu lesen, zu sehen bekommt, Sachen, die Denkprozesse anstoßen, die Zusammenhänge einleuchtend machen, die uns die Welt durchschaubar machen und die nicht Mord und Totschlag zu Heldentaten umdichten, sondern stattdessen erklären, wie es zu Mord und Krieg, Betrug und Ausbeutung kommt und wie man also vorbeugen können würde, was doch immerhin besser ist.

Dann gelingt es Rolf Becker auch, das Gefühl zu vermitteln, wir seien nicht wenige, die so denken, nein, wir sind und waren stets viele, wir haben Vorgänger bis in die Antike und durch alle Zeiten hindurch, und wir können, mit Hilfe dieses Programms, obgleich man in uns doch am liebsten den Gottseibeiuns sieht, die Großen der abendländischen Kultur als völlig auf unserer Seite befindlich konstatieren, wie etwa:

„Die Menschen haben nichts Schlimmeres als das Geld erfunden, das Geld zerstört die Gemeinschaft, es zerstört Städte und Staaten, es vertreibt Familien von Haus und Hof, bringt auf schlechte Gedanken und macht zu allem fähig, das Geld macht aus Menschen Verbrecher!“ (Sophokles, Antigone, 442 v.u.Z.)

Doch auch Neuzeitliches gibt es genug und selbst schwierige ökonomische Prozesse, wie die Mechanismen des internationalen Schulden- Kreditwesens und die jüngsten KrisenKriegsPleiten hat man am Ende besser begriffen als vorher, wenn das nichts ist?

Rosa Luxemburg Stiftung
Schleswig-Holstein
und Masch-Wedel

 

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Marx Krisentheorie und die jüngste Krise des Kapitalismus

19. September 2018

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Dr. Thomas Sablowski, Referent der Rosa- Luxemburg-Stiftung in Berlin und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland.

Als im Herbst 2008 die Investmentbank Lehman Brothers zusammenbrach, konnte auch in Deutschland niemand mehr die Augen vor der sich entwickelnden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verschließen. Bis dahin hatte die Bundesregierung die Krise, die zunächst den Hypothekenmarkt in den USA erfasst hatte, als amerikanisches Phänomen abgetan. Die Krise erwies sich schließlich als die tiefste seit dem Zweiten Weltkrieg: Zum ersten Mal schrumpfte das Sozialprodukt nicht nur in einzelnen Ländern, sondern weltweit. Ein Zusammenbruch des globalen Finanzsystems konnte nur dadurch abgewendet werden, dass die Regierungen riesige Summen ausgaben, um bankrotte Banken zu retten. Die Verluste der Kapitalanleger wurden sozialisiert, der Preis war eine drastisch wachsende Staatsverschuldung. Die Bankenkrise verwandelte sich in eine staatliche Finanzkrise. Die darauf folgende Sparpolitik brachte ganze Gesellschaften wie Griechenland, Portugal, Irland oder Spanien an den Rand des Zusammenbruchs und stellte den Zusammenhalt der Europäischen Union auf die Probe. Die Finanzkrise wurde zur Eurokrise.

Wo stehen wir heute, zehn Jahre nach dem Ausbruch der großen Krise? Und wie lässt sich diese Krise begreifen? Was können wir in diesem Zusammenhang von Karl Marx lernen, dessen 200. Geburtstag 2018 gefeiert wird?

Der Vortrag wird einen Überblick über die auf Marx zurückgehende Krisentheorie geben und auf dieser Basis die Entwicklung des globalen Kapitalismus in den letzten Jahrzehnten analysieren.

Rosa Luxemburg Stiftung
Schleswig-Holstein
und Masch-Wedel

 

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Der Staat ganz privat

20. Juni 2018

Mittwoch, 19.30

Vorbild USA und Einfluss in der EU

Dozent:  Dr. Werner Rügemer, Journalist und Publizist, Lehrbeauftragter der Universität Köln

Im westlichen Kapitalismus wird nicht nur öffentliches Eigentum privatisiert, sondern auch der Staat selbst. Werner Rügemer zeigt dies anhand der USA: – Privatisierung des politischen Systems und des Staatsapparates (Parteien, Think Tanks, Stiftungen, Lobby, Berater, PR-Agenturen, Zentralbank, Geheimdienste, Militär, Krankenhäuser, Gefängnisse, Verkehr u.s.w.), – der tansatlantischen Institutionen (Weltbank, IWF, Europäische Kommision, Schiedsgerichte, Rating-Agenturen, Steuer- Hinterziehungs- und Privatisierungsindustrie), – sowie anhand der Bundesrepublik Sein Fazit: Die Entwicklung von Demokratie ist die notwendige Aufgabe!

Rosa Luxemburg Stiftung
Schleswig-Holstein
und Masch-Wedel

 

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Der neue Wettlauf um Afrika

16. Mai 2018

Mittwoch, 19.30

„Keinesfalls den Chinesen Überlassen“

Dozent: Jörg Kronauer, Sozialwissenschaftler und freier Journalist

Sie gehört seit Jahren zum Standart- Forderungskatalog jeder Bundesregierung: Eine neue Afrika-Politik Deutschlands und der EU, die der Bundesrepublik stärkeren Einfluss auf Afrika verschafft. Dieser Kontinent verfügt über riesige Rohstoffvorräte, seine Bedeutung als Absatzmarkt für Industrieprodukte aus Deutschland wächst. Exklusivere Beziehungen dorthin sind in Berlin und Brüssel höchst erwünscht. Die Bundesregierung hat während des deutschen G20-Vorsitzes vorgeschlagen, dass ein Marshall-Plan für Afrika dies richten solle. Allerdings tun Berlin und Brüssel sich schwer, ökonomische Interessen durchzusetzen. Für viele afrikanische Staaten ist China inzwischen zum wichtigsten Wirtschaftspartner geworden. Auch deshalb setzt die Bundesrepublik mittlerweile immer stärker aufs Militär. Dabei ist die Haltung des Auswärtigen Amtes klar: Entschädigungen für Kolonialverbrechen des Deutschen Reiches kommen nicht in Frage.

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Europa, was nun?

18. April 2018

Mittwoch, 19.30

Trump, Brexit, Migration und Eurokrise

Dozent: Dr. Andreas Wehr, Jurist, Politiker und Buchautor

Sechzig Jahre nach Gründung befindet sich die EU in ihrer schwersten Krise. Die europäische Politik reagiert mit hektischen Aktivitäten. Da man der EU als ganzer einen Neustart nicht mehr zutraut, wird das Modell einer Union mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten wiederbelebt. Die vielfältigen Krisen zeigen aber, dass das Wirtschaftsmodell des unbeschränkten Freihandels in Europa an seine Grenzen kommt. Was das Ziel einer „immer engeren Union“ angeht, so zeigt die wirtschaftliche Entwicklung seit Jahren, dass sich in einem unbeschränkten Binnenmarkt die Volkswirtschaften nicht annähern, sondern immer weiter voneinander entfernen. Von der Krise der EU profitieren unterschiedliche Kräfte. Gewinnt im Süden die Linke, so sind es in „Kerneuropa“ rechtspopulistische Kräfte. Es ist ander Zeit, über neue Wege einer Zusammenarbeit der Völker Europas jenseits der Europäischen Union nachzudenken.

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Revolution in Rojava: Frauenbewegung und Kommunalismus

15. November 2017

Mittwoch, 19.30

 Für eine aktive Friedenspolitik

Dozent: Anja Flach

 Am 19. Juli 2012 begann in Kobani die Revolution von Rojava. Unter der Initiative des Volksrats Westkurdistan (MGRK) vertrieb die Bevölkerung das syrische Baath-Regime weitgehend unblutig. Während der Rest von Syrien zunehmend im Krieg versank, schlug Rojava einen dritten Weg jenseits des Baath-Regimes und der vom Westen, der Türkei und den Golfstaaten protegierten Opposition ein.
Anja Flach wird über das im Mittleren Osten einmalige basisdemokratische Projekt berichten, das vor allem von der Frauenbewegung getragen wird. Flach war in den 90ern zwei Jahre lang als Teil der kurdischen Frauenarmee in den Bergen Kurdistans und hat seitdem verschiedene Arbeiten zu Frauen der kurdischen Guerilla veröffentlicht. Ihre jüngste Arbeit ist das mit Ercan Ayboga und Michael Knapp verfasste Buch „Revolution in Rojava: Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo“, dessen Entstehung auf ihren Aufenthalt dort im Jahr 2014 zurückgeht.

 

Ort: Mittendrin, siehe Anfahrt

Was geht ab in China?

21. Februar 2018

Mittwoch, 19.30

 Für eine aktive Friedenspolitik

Dozent: Prof. Wolfram Elsner

 

Welche ökonomischen Schwerpunkte verfolgt die chinesische KP?

Wie verändert sich das Alltagsleben in China vor dem Hintergrund der ökonomischen Entwicklungen?

Welche Bedeutung hat in China der Umweltschutz?

Wie gestaltet sich die Stadtentwicklung und in welche Richtung wird die Technologieentwicklung vorangetrieben?

Was ist darunter zu verstehen, wenn eine Politik der Neuen Seidenstraße verkündet wird?h

Wolfram Elsner wird Eindrücke von seiner Vortragsreise in China schildern.

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt