Monthly Archives: October 2014

Die Ukraine, der Westen und Russland

18. Februar 2015

Mittwoch, 19.30

Dozent: Reinhard Lauterbach
Schriftsteller und Journalist

Täglich verbreiten die Medien neue, verwirrende Darstellungen zur Lage und zu den Kämpfen in der Ukraine. Eindeutig ist die Tendenz dieser Berichterstattungen: die Guten sind die durch einen Putsch und mit Unterstützung von USA, NATO und EU an die Macht gekommenen prowestlichen Kräfte in Kiew, die Bösen sind die „Prorussischen Separatisten“.
Welche Interessen leiten Ukrainische Oligarchen und welche Interessen wirken von außen auf diesen Konflikt ein? Welche Rolle spielen die offen faschistischen Bewegungen in diesen Auseinandersetzungen, die nun Partner der „freien, demokratischen Wertegemeinschaft“ des Westens sind?

Ort: Mittendrin, siehe Anfahrt

Imperiale Weltordnungskriege im 21. Jahrhundert

21. Januar 2015

Mittwoch, 19.30

Dozent: Dr.Peter Strutynski
Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag Ehemaliger Leiter der AG Friedensforschung an der Universität Kassel.

 100 Jahre nach dem Beginn des ersten und 75 Jahre nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges ist Deutschland, im Rahmen der „westlichen Wertegemeinschaft“ wieder an Kriegen im Weltmaßstab beteiligt. Obwohl diese Kriege ausnahmslos Chaos, Not und Elend zur Folge haben, werden sie begründet mit der Notwendigkeit des Kampfes gegen den Terror, mit der Verteidigung von Demokratie, Völkerrecht und Menschenrechten und mit der Verhinderung humanitärer Katastrophen. Der Bundespräsident spricht davon, dass Deutschland „mehr Verantwortung“ übernehmen müsse.
Eine große Mehrheit der Deutschen, das ergeben alle Umfragen, ist von dieser Argumentation nicht überzeugt und lehnt eine deutsche Beteiligung an diesen Kriegen ab. Grund genug, diese Argumentation zu hinterfragen, die Ursachen der Weltordnungskriege aufzudecken und Friedensstrategien zu entwickeln.

Ort: Mittendrin, siehe Anfahrt

Marx? Warum Marxismus?

26. November 2014

Mittwoch, 19.30

Dozent: Werner Seppmann
Dr. phil.

 Bei einer Analyse der bestehenden, kapitalistischen Gesellschaftsordnung scheitern die vielen Theorien, die heute auf dem Jahrmarkt der Weltanschauungen angeboten werden. Es gibt gute Gründe für die Annahme, dass es keine Alternative zu Marx und zum Marxismus gibt, wenn man wirklich den gesellschaftlichen Prozessen auf den Grund gehen will, wenn man verstehen will, weshalb immer neue Widersprüche aufbrechen, beispielsweise, dass sich trotz einer gesamtgesellschaftlichen Reichtumsentwicklung, die Zonen von sozialer Unsicherheit, Demütigung und Armut ausbreiten. Der Marxismus ist die einzige Theorie, die konsequent nach dem Klassencharakter der sozialen Entwicklungen, aber auch nach dem Preis fragt, den die Menschen für die Aufrechterhaltung der gegebenen Gesellschaftsordnung zahlen müssen.

Ort: Mittendrin, siehe Anfahrt

Kriege um Energie und Rohstoffe

15. Oktober 2014

Mittwoch, 19.30

Dozent: Wolfgang Erdmann
Mitglied der IGM; Ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Firma Jungheinrich in Norderstedt

Mit dem Slogan „Kein Blut für Öl“ gingen viele Menschen gegen den Irakkrieg 1991 auf die Straße. Was beim Krieg gegen den Irak offensichtlich war, wird bei den vielen anderen Kriegen dieser Welt oft verschleiert. Um den Schleier zu durchdringen, ist es hilfreich, die Probleme der Rohstoffverknappung in den Blick zu nehmen. Was hat es mit den „Seltenen Erden“ auf sich und was bewirkt die zunehmende Spekulation mit Rohstoffen? Wie sieht die Konzeption der NATO und Deutschlands zur Rohstoffsicherung aus und welche globalen Konsequenzen werden durch eine „Militärische Rohstoffsicherung“ unausweichlich sein? Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen.

Ort: Mittendrin, siehe Anfahrt