Monthly Archives: May 2018

Der Staat ganz privat

20. Juni 2018

Mittwoch, 19.30

Vorbild USA und Einfluss in der EU

Dozent:  Dr. Werner Rügemer, Journalist und Publizist, Lehrbeauftragter der Universität Köln

Im westlichen Kapitalismus wird nicht nur öffentliches Eigentum privatisiert, sondern auch der Staat selbst. Werner Rügemer zeigt dies anhand der USA: – Privatisierung des politischen Systems und des Staatsapparates (Parteien, Think Tanks, Stiftungen, Lobby, Berater, PR-Agenturen, Zentralbank, Geheimdienste, Militär, Krankenhäuser, Gefängnisse, Verkehr u.s.w.), – der tansatlantischen Institutionen (Weltbank, IWF, Europäische Kommision, Schiedsgerichte, Rating-Agenturen, Steuer- Hinterziehungs- und Privatisierungsindustrie), – sowie anhand der Bundesrepublik Sein Fazit: Die Entwicklung von Demokratie ist die notwendige Aufgabe!

Rosa Luxemburg Stiftung
Schleswig-Holstein
und Masch-Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Der neue Wettlauf um Afrika

16. Mai 2018

Mittwoch, 19.30

„Keinesfalls den Chinesen Überlassen“

Dozent: Jörg Kronauer, Sozialwissenschaftler und freier Journalist

Sie gehört seit Jahren zum Standart- Forderungskatalog jeder Bundesregierung: Eine neue Afrika-Politik Deutschlands und der EU, die der Bundesrepublik stärkeren Einfluss auf Afrika verschafft. Dieser Kontinent verfügt über riesige Rohstoffvorräte, seine Bedeutung als Absatzmarkt für Industrieprodukte aus Deutschland wächst. Exklusivere Beziehungen dorthin sind in Berlin und Brüssel höchst erwünscht. Die Bundesregierung hat während des deutschen G20-Vorsitzes vorgeschlagen, dass ein Marshall-Plan für Afrika dies richten solle. Allerdings tun Berlin und Brüssel sich schwer, ökonomische Interessen durchzusetzen. Für viele afrikanische Staaten ist China inzwischen zum wichtigsten Wirtschaftspartner geworden. Auch deshalb setzt die Bundesrepublik mittlerweile immer stärker aufs Militär. Dabei ist die Haltung des Auswärtigen Amtes klar: Entschädigungen für Kolonialverbrechen des Deutschen Reiches kommen nicht in Frage.

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt

Europa, was nun?

18. April 2018

Mittwoch, 19.30

Trump, Brexit, Migration und Eurokrise

Dozent: Dr. Andreas Wehr, Jurist, Politiker und Buchautor

Sechzig Jahre nach Gründung befindet sich die EU in ihrer schwersten Krise. Die europäische Politik reagiert mit hektischen Aktivitäten. Da man der EU als ganzer einen Neustart nicht mehr zutraut, wird das Modell einer Union mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten wiederbelebt. Die vielfältigen Krisen zeigen aber, dass das Wirtschaftsmodell des unbeschränkten Freihandels in Europa an seine Grenzen kommt. Was das Ziel einer „immer engeren Union“ angeht, so zeigt die wirtschaftliche Entwicklung seit Jahren, dass sich in einem unbeschränkten Binnenmarkt die Volkswirtschaften nicht annähern, sondern immer weiter voneinander entfernen. Von der Krise der EU profitieren unterschiedliche Kräfte. Gewinnt im Süden die Linke, so sind es in „Kerneuropa“ rechtspopulistische Kräfte. Es ist ander Zeit, über neue Wege einer Zusammenarbeit der Völker Europas jenseits der Europäischen Union nachzudenken.

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt