Syrien, Lybien, Venezuela – Grenzen des Regime-Change

19. Juni 2019

Mittwoch, 19.30

Dozent:  Rüdiger Rauls

Nach dem Niedergang der UdSSR war das westliche Modell der neoliberalen Marktwirtschaft zum dominanten System weltweit geworden. Stellten sich Staaten den Vorstellungen des Westens über eine Neuordnung der Welt entgegen, wurden sie mit Sanktionen belegt, oder die Neuordnung wurde durch sog. „Farbrevolutionen“ durchgesetzt. Wenn der Widerstand gegen die Unterwerfung so nicht gebrochen werden konnte, kamen durch die US-geführte NATO militärische Mittel zum Einsatz.
Spätestens aber seit dem Syrienkrieg zeigt sich, dass die Durchsetzung eines Regime- Change mit militärischen Mitteln verfehlt werden kann. In Venezuela geraten die Pläne zur Einsetzung des selbsternannten Präsidenten Guaido ins Stocken. Afghanistan und Libyen scheinen auf dem Weg zu alten Verhältnisse, die vor den NATOInterventionen geherrscht hatten. Warum stößt der mit militärischen Mitteln erzwungene Regime-Change nun zunehmend an seine Grenzen?

Marx-Engels-Stiftung und MASCH – Wedel

 

Ort: AWO -Tagesstätte, siehe Anfahrt